Selbstreflektion

08.08.2022


Würden Sie gern mit Ihnen zusammen arbeiten wollen?

Obwohl es in den letzten Jahren massive Einwanderungen in der Schweiz gab, konnten die meisten Menschen Arbeit finden. Im Vergleich mit anderen Ländern geht der Schweizer Wirtschaft noch relativ gut. Probleme haben die jungen und die älteren ArbeitnehmerInnen sowie Personen mit queren Lebensläufen. Migranten haben es nach Studienaussagen schwerer. Sie müssen aufpassen was über sie erzählt wird, da es in den meisten Fällen zu Sanktionen führt. Wer sich kritisch äussert muss mit Repressalien rechnen. Durch das es viele Arbeitsinteressenten gibt, vor allem im Non Profitbereich, zeichnet sich da eher keine Veränderung ab. Wer sich den Vorgesetzten anpassen, langsam arbeiten kann und Unpässlichkeiten hinnehmen kann, ist finanziell mit der Lohnzahlung abgesichert. Die Menschen, die Situationen erfassen und sich auch dazu äussern, wenn sie gefragt werden, kämpfen zunehmend mit der Existenz. Da kann die einfache Frage zur Situationsüberprüfung helfen: Würde ich gern mit mir selbst zusammenarbeiten wollen? (Warum ja? Warum nein?). "Wenn es Ihnen nicht passt können sie ja gehen", heisst es vielfältig.  Dies tun dann auch viele Betroffene, sie schauen sich um, fallen durch das soziale Netz, kommen vom Weg ab, stehen nach einem Aufprall auf oder entwickeln sich weiter. Die Menschen haben alle egal welche Herkunft ein gemeinsames Ziel: Sie wollen den teuren Lebensunterhalt in Eigenverantwortung sichern und tragen zu können....

Können Sie Umstände akzeptieren?

Jedes Unternehmen hat seine Regeln und seine informelle Sprache. Sind Menschen ehrlich zu sich selbst und hinterfragen sich persönlich, kann ich diese Umstände in meinem Unternehmen akzeptieren oder nicht? Welche Kommunikationsform ist bei uns geläufig?  Die gewaltfreie oder die gewaltorientierte Kommunikation? Wird aus einer Angst und dem Ego heraus geführt? Bekommt das Gegenüber Recht und Unterstützung, nur weil er die richtige Nationalität mitbringt? Akzeptanz solcher Umstände ist ein wohl überlegter Weg, während sich Betroffene gleichzeitig mit der Arbeitsstelle auseinander setzen, die zu ihnen passen könnte. Vor allem setzt hier die Selbstverantwortung, die Selbstreflektion an. Dazu stellen sie sich z.B. folgende mögliche Fragen: 

  • Was geht es mich an?  (Warum?)
  • Was hat es mit mir zu tun?
  • Wo stehe ich mit meinem Selbstwert?
  • Welche Meinung habe ich von mir selbst?
  • Welche Verhaltensmuster/Glaubensätze nehme ich aus meiner Kindheit/ Vergangenheit mit?
  • Wo werden hier meine Rechte verletzt und wer kann mich rechtlich unterstützen?
  • Kann ich in meinen eigenen Spiegel schauen (machen Sie es 30 Minuten ohne zu denken und schreiben anschliessend Ihre Eindrücke auf)?

Jede Person, die Menschen begegnen erfüllen im Leben eines anderen einen Zweck. Oftmals wird eine Verhaltensweise, ein Problem oder Umstand, welcher noch nicht bearbeitet wurde - getriggert. So das Menschen mit Ärger oder oftmals mit Fehlhaltungen oder -handlungen reagieren. Natürlich können Menschen kaum noch aneinander trauen und müssen da immer vorsichtig sein und nachprüfen, wen sie da vor sich haben. Ob das Gegenüber Menschen Schaden zufügen will oder nicht, muss sofort erkannt werden wollen. Heute unterscheidet die Wirtschaft zwischen Menschen, die ihr eigenes Wohl über andere stellt und den eigenen Vorteil daraus zieht. Die andere Gruppe, sind die "Gutmenschen", die allen etwas gutes wollen und den Mund halten sowie das machen, was der Vorgesetzte verlangt (mehr nicht). Solche Menschen werden oft im öffentlichen Unternehmen, wo automatisch Geld fliesst (öffentliche Hand oder z.B. Versicherungen) anzutreffen sein. . Die Wirtschaft an sich,  kann sich solche Machenschaften langfristig nicht leisten. Sie hat schon zur Vorbeugung verschiedene Massnahmen ergriffen und diese in Arbeitsverträgen geregelt. Führungskräfte vor allem, die international Tätigen sind in Konflikt-, Kritik- und Konfrontationsmanagement geschult. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten und Wertehaltungen (Selbstreflektion), ist eine Voraussetzung. Wenn es aus irgend einem Grund in der Firma nicht passt und der Mensch schon innerlich gekündigt hat, dann sollte er auch dazu stehen, losslassen und sich in Würde verabschieden können.

Mut zur offenen Kommunikation

Der Mut zur offenen Kommunikation und auch negative Reaktionen darauf aushalten zu können, erspart der Wirtschaft, Millionen. Eine offene Kommunikation orientiert sich an die Menschenrechte, an ethische Grundsätze und der aktuellen Gegenwart. Wer Mut zur offenen Kommunikation lebt, verzichtet darauf Menschen auf seine Seite zu ziehen, nur damit er Recht bekommt oder gar besser darsteht... Offene Kommunikanten können Grenzen setzen, Momente aushalten und vor allem direkt mit Betroffenen reden, statt über sie. Wer offen kommuniziert überprüft was er sagt und wie er sich gegenüber anderen verhält und was er dadurch im Gegenüber auslöst. Solche Menschen können andere in Ruhe lassen, andere Menschen ihre eigene Meinung bilden und sich selbst entfalten sowie emotional/geistig reifen lassen. Offene Kommunikanten können Kritik einstecken, aus Fehlern lernen, immer wieder von neuem Beginnen und an sich wachsen. Sie setzen sich für ein Wohlwollen für das Menschsein im Unternehmen und allgemeinen Umfeld ein. Offene Kommunikation verbreitet natürliche Liebe (Nächstenliebe/ gesunde Energie) und steht zu einem sozialen, zwischenmenschlichen Austausch. Die Selbstreflektion, also das eigene Hinterfragen seiner Selbst ist der Schlüssel zur Problemlösung, dem miteinander Auskommen und Konflikt- sowie Krankheitsprävention. Es hilft dem Unternehmen, das Menschen, die in ihm arbeiten, sich auf die Unternehmensziele, -werte und -leitbild konzentrieren können. Denn offene Kommunikation und damit verbundenes richtiges Handeln, senkt unnötige Kosten und spart Geld sowie Zeit ein.